Pressemeldungen:

Pressemitteilung – Berufsverband Deutscher Nervenärzte wählt eine Doppelspitze

(8. Mai 2017)  Nachdem  Dr.  Frank  Bergmann,  langjähriger  Vorsitzender  des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) zum ersten Vorsitzenden der KV  Nordrhein  gewählt  wurde, bestimmte die  am  29.  April  dieses  Jahres  in Köln tagende Delegiertenversammlung eine Doppelspitze. Gewählt wurden Dr. Sabine Köhler, Psychiaterin aus Jena, und Dr. Klaus Gehring, Neurologe und Psychiater aus Itzehoe. Durch die Besetzung einer Doppelspitze wird der breite nervenärztliche Versorgungsbereich mit den Fachgebieten Neurologie sowie  Psychiatrie  und  Psychotherapie  optimal  berufspolitisch  vertreten werden.

Pressemitteilung – Mit einem nichtmedikamentösen Versorgungsansatz allein ist es nicht getan

(10. April 2017) Die AOK hat ihren Pflegereport 2017 veröffentlicht. Dieser weist aus, dass 40% der Heimbewohner ein Neuroleptikum und 30% ein Antidepressivum erhalten. Dies wird als eine unnötige Verordnung und Überverordnung von Psychopharmaka gewertet. Laut AOK-Chef Martin Litsch sind die behandelnden Ärzte und Pflegeheimbetreiber in der Pflicht, Medikamente nur dann einzusetzen, wenn es nicht anders geht. Der Spitzenverband ZNS (SpiZ) fordert hier eine differenziertere Bewertung der Situation.
Die Förderung nichtmedikamentöser Versorgungsansätze begrüßen wir außerordentlich. Sie sind aber kein Allheilmittel.

Pressemitteilung – Die neue Psychotherapie-Richtlinie kann in dieser Form keine Steuerungswirkung entfalten

(29. März 2017) Der „Erweiterte Bewertungsausschuss“ hat über die Honorierung der am 1. April neu ins System gekommenen psychotherapeutischen Leistungen entschieden.  Diese Entscheidung wird im Spitzenverband ZNS (SpiZ) sehr kritisch gesehen. „Wir sind entsetzt über die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses. Die Psychotherapeutische Sprechstunde und die Psychotherapeutische Akuttherapie hätten deutlich besser vergütet werden müssen. Die gute Idee der neuen Psychotherapie-Richtlinie, akute Situationen in der Psychotherapie besser und niedrigschwelliger abzubilden, wird durch die zu geringe Honorierung der Leistungen konterkariert,“ erklärt Dr. Irmgard Pfaffinger, SpiZMitglied und Vorsitzende des Berufsverbandes der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Deutschlands.

Pressemitteilung – Individueller Patientennutzen darf nicht nur bei der Zulassung von Cannabis-Arzneimitteln eine Rolle spielen

Ab heute (10. März 2017) dürfen Ärzte Cannabis zu medizinischen Zwecken auf einem Betäubungsmittelrezept verordnen. Das Gesetz „Cannabis als Medizin“ begründete der Gesetzgeber damit, dass Menschen mit schweren Erkrankungen den Zugang zu allen Behandlungsmethoden haben müssen, solange die realistische Aussicht auf Heilung oder Linderung bestehe. Allein die Aussicht auf Heilung oder Linderung einer Erkrankung solle entscheidend sein, ob eine Therapiemethode rechtlich zulässig und auch erstattungsfähig durch die gesetzlichen Krankenkassen sei.

Pressemitteilung – Spitzenverband ZNS eröffnet neue Geschäftsstelle in Berlin

(6. März 2017) Der Spitzenverband ZNS (SpiZ), in dem sich führende fachärztliche Berufsverbände der psychiatrischen, kinder- und jugendpsychiatrischen, neurologischen und psychosomatischen Fachgruppen zusammengeschlossen haben, betreibt seit dem 1. Februar 2017 eine gemeinsame Geschäftsstelle in Berlin. Der Geschäftsführer vor Ort in Berlin ist der 34-jährige Volljurist und Rechtsanwalt Bernhard Michatz.

Pressemitteilung zur Veranstaltung 1. Februar in Köln - Stigmata abbauen, Kooperation fördern. Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Gemeindepsychiatrie

(26. Januar 2017) Der Spitzenverband ZNS und der Dachverband Gemeindepsychiatrie machen sich auf, ihre Zusammenarbeit in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu stärken. Mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten, der ambulanten ärztlichen Versorgung einerseits und unterschiedlichsten komplementären Angeboten andererseits können stationäre Behandlungen vermieden werden und Menschen mit psychischen Erkrankungen in ihrem Lebensumfeld wirksam unterstützt und therapiert werden.

Pressemitteilung – Sprache(n) in der Kinder- und Jugendpsychiatrie – Kommunikation und Kooperation

(3. November 2016) Vom 03.-05.11.2016 findet in Regensburg die Jahrestagung des Berufsverbands für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) statt. Das Thema Sprache hat für die Arbeit der Spezialisten für psychisch kranke Kinder, Jugendliche und deren Familie eine besondere Bedeutung. Sprache hat wesentlichen Einfluss auf die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern, sie ist der zentrale Mittler zwischen Menschen in nahezu allen Lebensbereichen. Sprache trägt entscheidend zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bei.

Pressemitteilung - Neu! Große Allianz zur psychischen Versorgung

(18. Juli 2016) Fach- und sektorenübergreifendes Bündnis fordert politisches Handeln zur zukunftssicheren und patientenorientierten Versorgung. Staatssekretär Karl-Josef Laumann begrüßt die Initiative.

Die Versorgung von neurologisch und psychisch Erkrankten ist eine der wichtigsten Herausforderungen an eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik. Die steigende Zahl der Patientinnen und Patienten in diesem Bereich erfordert ein konsequentes und strukturiertes Handeln aller für die Gesundheitsversorgung und Prävention Zuständigen. Bereits vor einiger Zeit haben sich daher die führenden fachärztlichen Verbände für Erkrankungen des Zentralen Nervensystems zum Spitzenverband ZNS zusammengeschlossen.

Pressemitteilung - Förderung der Weiterbildung in Neurologie und Psychiatrie dringend notwendig

(5. Juli 2016) Die ambulante Weiterbildung in den neuropsychiatrischen Fächern braucht Unterstützung. Darauf weist der Spitzenverband ZNS hin. „Wir benötigen dringend Nachwuchs in Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sonst werden die Wartezeiten für die Patienten auf Dauer noch viel länger werden als heute schon“, sagte der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. Frank Bergmann. Er fordert daher, die ZNS-Fächer unbedingt in die neue Förderung der fachärztlichen Weiterbildung aufzunehmen.

Bergmann nannte fünf Gründe, die es erforderlich machen, die Weiterbildung in den ZNS-Fächern zu unterstützen:

Pressemitteilung - Die Biochemie des Traumas: Gewalterfahrungen verändern die Struktur des Gehirns und die Ablesbarkeit des Genoms

(2. Mai 2016) Das menschliche Gehirn ist kein fest verdrahteter Computer. Die Arbeit der rund 86 Milliarden Nervenzellen und ihre Verbindung über vermutlich rund 100 Billionen Synapsen ist hochflexibel. Diese so genannte Plastizität des Gehirns ermöglicht es, bis ins hohe Alter zu lernen und kompensiert Ausfälle, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder im Rahmen einer Multiplen Sklerose (MS). Aber auch schädigende Einflüsse wie traumatische Erfahrungen können die Struktur des Gehirns verändern – dann allerdings zum Negativen.

Pressemitteilung - Neurologen- und Psychiatertag 2016 in Köln

(6. April 2016) Beim diesjährigen Neurologen- und Psychiatertag am 29. April wird es um die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und die Möglichkeiten des Gehirns zur Adaptation und Kompensation gehen.  Hochkarätige Referenten stellen dazu neue und therapierelevante neurowissenschaftliche Ergebnisse vor. Die Organisatoren der drei Berufsverbände BVDN, BDN und BVDP begrüßen dazu:  

Pressemitteilung - Möglichkeiten für die Soziotherapie wesentlich verbessert

(16. März 2016) Auf die wesentlich verbesserten Möglichkeiten zur Verordnung und Begleitung von Soziotherapie für schwer psychisch kranke Menschen weist der Spitzenverband ZNS (SPiZ) hin: Ab April dieses Jahres wird die Soziotherapie extrabudgetär und zu festen Preisen vergütet. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres hatte der Gemeinsame Bundesausschuss den Kreis der infrage kommenden Patienten ebenso wie den der verordnenden Fachärzte deutlich erweitert.
„Die Soziotherapie ist eine Erfolgsgeschichte unseres politischen Engagements“, bewertet der Vorsitzende des SPiZ, Dr. Frank Bergmann.

Pressemitteilung - Termin-Service-Stellen lösen das Problem der Unterversorgung nicht

(22. Januar 2016) Die Versorgungssituation von Patienten mit psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen zu verbessern, fordert der Spitzenverband ZNS (SPiZ). „Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Termin-Service-Stellen (TSS), die in diesen Tagen ihre Arbeit aufnehmen, helfen dabei allerdings nicht“, kritisierte der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. med. Frank Bergmann.
„Lange Wartezeiten sind eine Folge des Missverhältnisses zwischen Patienten-Nachfrage und Kapazitäten der niedergelassenen Ärzte. Sie sind Ausdruck einer Unterversorgung“, so Bergmann. Der Vorsitzende des SPiZ wies daraufhin, dass TSS zwar neue Bürokratie schaffen aber keine neuen Behandlungskapazitäten.

Pressemitteilung zum "Offenen Brief zur Reform der GOÄ" des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschland e.V.

(19. Januar 2016) Mit Erstaunen und Befremden haben die im Spitzenverband ZNS aktiven fachärztlichen Berufsverbände einen „Offenen Brief zur Reform der GOÄ“ des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschland e. V. (SpiFa) zur Kenntnis nehmen müssen.
Auch die ZNS-Verbände machen sich berechtigte Sorgen um die Entwicklung der GOÄ, jedoch enthält das Schreiben des SpiFa Behauptungen und Positionen, die die ZNS-Verbände so nicht teilen können und werden.

Pressemitteilung - Vorstandsmitglied des BDN Prof. Heinz Wiendl erhält höchstdotierte Auszeichnung für MS-Grundlagenforschung

(12. Januar 2016) Stuttgart/Münster – Der Sobek-Forschungspreis, die europaweit höchstdotierte Auszeichnung für Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose (MS), ging jetzt an den Münsteraner Prof. Heinz Wiendl. Der Direktor der Klinik für Allgemeine Neurologie am Universitätsklinikum Münster ist seit September 2011 Schriftführer im Vorstand des Berufsverbandes Deutscher Neurologen eV (BDN).

Pressemitteilung - Berufliche Wiedereingliederung psychisch Kranker besser unterstützen

(12. Januar 2016) Patienten mit psychischen oder neurologischen Erkrankungen benötigen mehr Hilfe, um nach längerer krankheitsbedingter Abwesenheit wieder in den Beruf einzusteigen. „Im Augenblick wird das Ziel ‚return to work‘ leider oft verfehlt und die Patienten werden zu häufig frühzeitig berentet“, kritisiert der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. med. Frank Bergmann. Sie könnten dann nur noch eingeschränkt am beruflichen und sozialen Leben teilhaben. „Das kann auf Dauer ihre Grunderkrankung verschlechtern und ist außerdem volkswirtschaftlich ein großer Verlust“, so Bergmann. Er weist daraufhin, dass Fachärzte für Psychiatrie, Neurologie oder Nervenheilkunde Patienten und Betriebe kompetent bei der beruflichen Wiedereingliederung unterstützen können.

Pressemitteilung - Entlastende Versorgungsassistentinnen werten neuropsychiatrische Praxen auf

(26. Oktober 2015) Der Einsatz von Entlastenden Versorgungsassistentinnen für neuropsychiatrische Praxen (EVA-NP) ist sinnvoll und erfolgreich. Das zeigt ein Projekt des BVDN-Landesverbandes und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe. Der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) plädierte daher auf seiner Delegiertenversammlung am 24. Oktober 2015 dafür, das Modell auf das gesamte Bundesgebiet und alle Krankenkassen auszuweiten.

Pressemitteilung - Psychosomatiker schließen sich dem Spitzenverband ZNS an

(28. September 2015) Psychiatrische und neurologische Erkrankungen gehören bekanntermaßen zu den größten Gesundheits- und Versorgungsproblemen der kommenden Jahre. Die führenden fachärztlichen Berufsverbände des Bereiches haben sich daher zum Spitzenverband ZNS (SPiZ) zusammengeschlossen. Jetzt hat sich auch der Berufsverband der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Deutschlands (BPM) dieser Allianz angeschlossen.
„Als Dachverband sind wir der zentrale fachärztliche Gesprächspartner für Politik, Leistungsträger und andere Institutionen. Die kontinuierliche wissenschaftliche und berufspolitische Arbeit unserer Fächer ermöglicht uns nicht nur, das multikausale Entstehungsgefüge vieler Erkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken – wir können auch unter Einbeziehung psychischer Komorbiditäten klare Antworten zu aktuellen Versorgungsnotwendigkeiten geben“, erläuterte der Vorsitzende des SPiZ, Dr. Frank Bergmann.

Pressemeldung - Demenzpatienten brauchen mehr Neurologen und Psychiater

(18. September 2015) Eine bessere Versorgung von Patienten mit Demenz fordert der Spitzenverband ZNS (SPiZ) im Vorfeld des Welt-Alzheimertages 2015. „Unterversorgung und Fehlversorgung sind für Demenzpatienten traurige Realität“, kritisierte der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Neurologen (BDN), Dr. Uwe Meier, heute in Düsseldorf.
Meier benannte zwei wesentliche Probleme für die Versorgung: Zum einen sei die Bedarfsplanung für die Neurologie fehlerhaft und dadurch unrealistisch, „und zweitens haben wir das Problem einer Überalterung von Neurologen, Psychiatern und Nervenärzten in Deutschland, was zu einem erhöhten Wiederbesetzungsbedarf in den nächsten Jahren führen wird“, so Meier.

Pressemeldung - Spitzenverband ZNS zum Anti-Korruptionsgesetz: Die Klarheit fehlt!

(29. Juli 2015) Kritik am Entwurf für ein sogenanntes Anti-Korruptionsgesetz übt der Spitzenverband ZNS (SPiZ). „Korruption im Gesundheitswesen muss bekämpft werden. Aber dieser Gesetzesentwurf schafft in seiner bisherigen Form mehr Verwirrung als Klarheit“, kritisiert der Vorsitzende des Spitzenverbandes, Dr. Frank Bergmann.

Die Ausführungen des Gesetzes seien immer noch so vage, dass Ärzte fürchten müssten, wegen völlig legitimer Kooperationen, zum Beispiel zwischen Krankenhäusern und Praxen, in das Visier der Strafverfolgungsbehörden zu geraten. „Es mag ja sein, dass Juristen diesen Verdacht im Einzelfall jeweils ausräumen können. Aber wenn alle Formen von Zusammenarbeit zum Beispiel in regionalen Netzstrukturen zunächst unter Generalverdacht stehen und juristische Gutachten brauchen, dann hemmt das den notwendigen Aufbau von regionalen vernetzten Strukturen erheblich – zum Schaden unserer Patienten“, so Bergmann.

Pressemeldung - Sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen hat Vorbildcharakter

(15. Juni 2015) Die sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist ein Modell dafür, wie vernetzte multiprofessionelle Betreuung in der Praxis auch in anderen Bereichen aussehen kann. Darauf hat der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie eV (BKJPP) nach einer Evaluation der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung (SPV) hingewiesen.
„Die intensive Vernetzung hilft sehr effektiv, die Behandlung zu verbessern und Kosten zu sparen“, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes und Vizepräsident des Spitzenverbandes ZNS, Dr. Gundolf Berg. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen vermeide Doppeluntersuchungen – „außerdem können die therapeutischen Interventionen am bestmöglichen Ort ansetzen, sei es in den Familien, der Schule oder in Kitas – also direkt im Lebensumfeld der Patienten“, so Berg. Das spiegle sich auch in der hohen Zufriedenheit wider, die Patienten und Ärzte in der Evaluation dokumentiert hätten.

Pressemeldung - Kita-Streik: Kinder- und Jugendpsychiater sehen Kinder als Leidtragende

(2. Juni 2015) Seit Wochen streiken Erzieherinnen und Erzieher für eine bessere Entlohnung ihrer Arbeit. Das Ende ist offen. In der öffentlichen Diskussion geht es neben den sicher berechtigten Interessen der Erzieher vor allem um die Schwierigkeiten für die berufstätigen Eltern, ihre Kinder ersatzweise unterzubringen. Auch das ist ein wichtiges Anliegen.
Aber: Was geschieht mit den Kindern? Kinder benötigen in besonderem Maße verlässliche Beziehungsangebote. Welchen Eindruck nehmen die Kleinen mit in ihr weiteres Leben? „Sie werden durch die Notbetreuung zwar versorgt, oftmals wahrscheinlich recht gut – aber sie erleben auch, dass sie hin- und hergeschoben werden und dass sie Stress verursachen. Sie lernen, dass ihre Bezugspersonen nicht verlässlich sind, dass sie ihre Wünsche und Ziele nicht weiter verfolgen können und dass sie ihre Sorgen zurückstellen müssen“, sagt Dr. med. Gundolf Berg, Vorsitzender des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) in Mainz und stellvertretender Vorsitzender des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ).

Pressemeldung - ZNS-Ärzte sind Grundversorger!

(27. Mai 2015) Psychiater, Neurologen, Nervenärzte und Kinder- und Jugendpsychiater begrüßen den Beschluss der Großen Koalition, auch die Weiterbildung grundversorgender Fachärzte mit zunächst 1.000 Stellen bundesweit zu fördern. „Dieses Stellenkontingent kann aber nur ein Anfang sein, und muss baldmöglich aufgestockt werden“, sagte der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. Frank Bergmann. Die genannten vier Facharztgruppen seien als Grundversorger die zentralen Ansprechpartner für Patienten mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen. „Sie betreuen ihre Patienten umfassend – das bezieht auch das soziale und berufliche Umfeld und die enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen ein“, so Bergmann. Der SPiZ sieht daher die Notwendigkeit, die ZNS-Fächer umfänglich in die Förderung der ambulanten Weiterbildung einzubeziehen, wie es das Versorgungsstärkungsgesetz jetzt für 1.000 Weiterbildungsstellen in der Facharztmedizin vorsieht.

Pressemeldung - Weiterbildung in Praxen fördern und Gesprächsleistungen aufwerten

(13. Mai 2015) Die Weichen für die künftige Versorgung von neurologischen und psychiatrischen Patienten jetzt zu stellen, fordert der Spitzenverband ZNS (SPiZ). „Die Facharztweiterbildung in Praxen zu fördern, Gesprächsleistungen aufzuwerten und eine engere regionale Vernetzung zu etablieren, ist nötig, damit wir diese Patienten in der Zukunft optimal betreuen können“, erklärte der Vorsitzende des SPiZ, Dr. Frank Bergmann, anlässlich des 118. Deutschen Ärztetages in Frankfurt.

Pressemeldung - Gesprächsleistungen werden zu schlecht bezahlt!

(11. Mai 2015) Psychiatrische Gesprächsleistungen und die ambulante ärztliche Psychotherapie sind weiterhin unterbezahlt. Das kritisiert der Spitzenverband ZNS (SPiZ) im Vorfeld des Deutschen Ärztetages in Frankfurt. „Wir brauchen eine Vergütung, die es Psychiatern und Nervenärzten ermöglicht, mit ihren Leistungen ein Einkommen zu erzielen, das dem der anderen Fachgruppen entspricht“, sagte der Vorsitzende des SpiZ, Dr. Frank Bergmann. Im Augenblick erwirtschafteten Psychiater und psychotherapeutisch tätige Ärzte aber deutlich weniger als andere Arztgruppen.

Pressemeldung - Aufwertung der sprechenden Medizin in GOÄ und EBM zentral

(06. Mai 2015) Mit Sorge nimmt der Spitzenverband ZNS (SPiZ) nicht tragbare öffentliche Positionierungen zur Kenntnis, die geeignet sind, die Rolle ärztlicher Körperschaften und Facharztgruppen bei der Gestaltung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu konterkarieren und damit eine sachbezogene Interessenvertretung der Ärzteschaft unterlaufen. Deshalb stellen die im SPiZ organisierten fachärztlichen Berufsverbände klar: Die mehrfach geübte Fundamentalkritik an der Bundesärztekammer bezüglich ihres Vorgehens im Rahmen der Novellierung der GOÄ und hier insbesondere der Verortung der Leistungen für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten teilen wir nicht.

Pressemeldung - Künftige Versorgung von neurologischen und psychiatrischen Patienten

(21. April 2015) Ein Schwerpunktthema auf dem diesjährigen Neurologen- und Psychiatertag (NUP-Tag) am 18.4.2015 in Köln war die sektorübergreifende Versorgung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen am Beispiel der Depression und der multiplen Sklerose.

Entsprechende Versorgungsverträge wurden von den neurologischen und psychologischen  Berufsverbänden sowie der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bereits entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein spezieller Entwurf eines Versorgungsvertrages, der als Anlage zum Bundesmantelvertrag konzipiert ist, wurde von Dr. Bernhard Rochell, Verwaltungsdirektor der KBV, auf dem NUP-Tag vorgestellt. Er stellte dar, dass neurologisch-psychiatrische Erkrankungen schon heute bereits die größten Kosten im Gesundheitssystem verursachen und in den kommenden Jahren weiter erheblich zunehmen werden. Das begründet die Notwendigkeit, den Neuropsychiatrischen Versorgungsvertrag umzusetzen und dieses auch in der Sozialgesetzgebung zu verankern. Nur wenn das Zusammenspiel der wohnortnahen Grundversorger und spezialisierten Zentren sowie das Zusammenspiel unterschiedlicher Facharzt- und Berufsgruppen in intelligenten Behandlungspfaden koordiniert und sicher gestellt wird, sind die medizinischen und auch finanziellen Herausforderungen zu meistern.

Pressemeldung - Patienten benötigen mehr Hilfe bei der Rückkehr ins Arbeitsleben

(18. März 2015) Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen zum Beispiel nach einem Unfall oder einem Schlaganfall benötigen individuelle und strukturierte Hilfe, wenn sie nach ihrer Rehabilitation wieder beginnen zu arbeiten. „Besonders in kleinen und mittleren Firmen müssen wir das betriebliche Wiedereingliederungsmanagement (BEM) verbessern“, forderte der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. med. Frank Bergmann, heute auf der 55. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin eV in München.
Bergmann kritisierte, im Augenblick werde das Ziel „Return to work“ leider oft verfehlt und die Patienten vorzeitig berentet. „Mit individueller therapeutischer Hilfe wären viele von ihnen aber leistungsfähig und könnten am beruflichen und sozialen Leben teilhaben“, so Bergmann.

Pressemeldung - Gerontopsychiatrische Patienten profitieren von eng vernetzter Versorgung

(4. März 2015) Eine eng vernetzte Versorgung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Alters-Erkrankungen fordert der Spitzenverband ZNS (SPiZ) anlässlich des zwölften Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie eV (DGGPP). „Unterversorgung und Fehlversorgung sind keine Schlagworte, sondern traurige Realität – in ganz besonderer Weise betrifft dies Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen im Alter“, sagte der Vorsitzende des SPiZ, Dr. Frank Bergmann, heute in Essen.

Pressemeldung - Vernetzte Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie braucht Förderung

(4. März 2015) Kinder- und Jugendpsychiatrische Praxen, Kliniken, Pädiater, Psychotherapeuten und andere müssen eng und strukturiert zusammenarbeiten, um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Erkrankungen zu verbessern. Das fordert der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e.V. (bkjpp). Der Verband ruft die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, aber auch politische Entscheidungsträger, dazu auf, Finanzierungsmöglichkeiten für solche eng vernetzten Versorgungsmodelle zu entwickeln.

Pressemeldung - Interview zum KBV-Rahmenkonzept für die Versorgung von ZNS-Patienten

(19. Januar 2015) Interview mit Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Spitzenverbandes ZNS, zum KBV-Rahmenkonzept für die Versorgung von Patienten mit ZNS-Erkrankungen
Die Versorgung von neurologischen und psychiatrischen Patienten verbessern soll ein Konzept, das die Vertragswerkstatt der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gemeinsam mit den Berufsverbänden für Neurologie, Nervenheilkunde und Psychiatrie sowie mit psychotherapeutischen Verbänden (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), Berufsverband für Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Deutschlands (BPM)) erstellt hat.

Pressemeldung - Kommentar zur Zustimmung des Bundeskabinetts zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz

(17. Dezember 2014) Die heutige Zustimmung des Bundeskabinetts zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz kommentiert der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. med. Frank Bergmann:

„Patienten mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen werden künftig noch länger auf einen Termin beim Facharzt oder beim Psychotherapeuten warten müssen, wenn die Große Koalition ihre Pläne zum so genannten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz umsetzt. Mit dem Gesetz wird es noch schwieriger bis unmöglich werden, die Patienten zeitnah zu versorgen.“

Hintergrund ist die im Gesetzentwurf vorgesehene Verpflichtung für die Kassenärztlichen Vereinigungen, freiwerdende Arztsitze in sogenannten überversorgten Gebieten aufzukaufen und nicht wieder zu besetzen, zum Beispiel, wenn der Praxisinhaber in den Ruhestand geht. Bergmann betont, auch in Ballungszentren gebe es keine Überversorgung mit Neurologen, Nervenärzten, Psychiatern und Kinder- und Jugendpsychiatern – das belegten allein die Wartezeiten auf einen Termin.

Pressemeldung des SPiZ zum DGPPN-Kongress: Demografischer Wandel. Jetzt Weichen für Versorgung von ZNS-Patienten stellen

(27. November 2014) Das deutsche Gesundheitssystem ist bislang noch nicht ausreichend auf den demografischen Wandel vorbereitet. „Wir werden Patienten mit Demenz und anderen altersbedingten neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen künftig nur dann gut versorgen können, wenn alle an der Versorgung Beteiligten in der Region eng und effektiv zusammenarbeiten“, erläutert der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. Frank Bergmann, anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) Ende November in Berlin. Diese Kooperation betreffe Hausärzte, Fachärzte, Psychotherapeuten, Kliniken, aber auch Pflege- und Sozialdienste, Wohn- und Pflegeheime. „Die Konzepte dafür, wie die Vernetzung regional aussehen sollte, liegen vor, jetzt braucht es einen konkreten Auftrag der Politik an die Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen, sie auch umzusetzen“, fordert Bergmann.

Pressemeldung - Wert und Bewertung psychiatrischer und neurologischer Arbeitszeit

(14. November 2014) Die ärztliche Betreuung von Patienten braucht Zeit und Zuwendung. „Das gilt in besonderem Maße für die Psychiatrie, Neurologie und Nervenheilkunde“, führte Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), anlässlich einer Fachtagung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) aus. Diese fand am 12. November 2014 in Berlin statt und befasste sich mit dem Wert und der Bewertung ärztlicher Arbeitszeit.

Pressemeldung - SPiZ kritisiert geplantes GKV-Versorgungsstärkungs-gesetz:

„Noch längere Wartezeiten für Patienten sind inakzeptabel!“
(21. Oktober 2014) Patienten mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen werden künftig noch länger auf einen Termin beim Facharzt oder beim Psychotherapeuten warten müssen, wenn die Große Koalition ihre Pläne zum so genannten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz umsetzt. Das erwartet der Spitzenverband ZNS (SPiZ). „Patienten zum Beispiel mit schwerer depressiver Symptomatik müssen selbstverständlich umgehend behandelt werden, hier geht es unter Umständen um Leben und Tod“, betonte der SPiZ-Vorsitzender Dr. med. Frank Bergmann. Wartezeiten von Wochen oder sogar Monaten seien für Patienten mit akuten psychischen Erkrankungen nicht hinnehmbar. „Allerdings wird es mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz noch schwieriger bis unmöglich werden, die Patienten zeitnah zu versorgen“, warnte Bergmann.

Pressemeldung - Berliner Psychiatrisches Praxisnetz auf Erfolgskurs

(10. Oktober 2014) Schizophrenie, Haschischsucht, eine begleitende Depression. 2008 war Klaus P., 43 Jahre alt, nach fünf Krankenhausaufenthalten verzweifelt und hatte Suizidgedanken. Als er sich zum ersten Mal in einer psychiatrischen Praxis vorstellte, konnte er sich nicht vorstellen, eine geplante stationäre Reha-Maßnahme anzutreten oder seine Arbeit wieder aufzunehmen.
Aber die Ärzte des Berliner Praxisnetzes konnten

Pressemeldung - Start in den Beruf für Patienten mit ZNS-Erkrankungen besonders schwierig

(29. September 2014) Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Krankheiten haben es besonders schwer, wieder in den Beruf einzusteigen. Ein Grund dafür ist, dass manche Krankheitsfolgen unauffällig sind, sich erst im Laufe der Wiedereingliederung zeigen und oft übersehen oder fehlgedeutet werden. Darauf hat der Spitzenverband ZNS (SPiZ) auf der 50. wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) am 25. September in Erlangen hingewiesen.

„Gerade geringere und unterschwellige Funktionsdefizite können die Belastbarkeit im Alltag und im Beruf deutlich vermindern und zum Scheitern einer beruflichen Eingliederung führen“, erläuterte Dr. Paul Reuther auf der Jahrestagung. Reuther ist Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) und Leiter eines ambulanten neurologischen Rehabilitationszentrums. „Das betrifft allein im neurologischen Bereich jedes Jahr zwischen 70.000 und 100.000 Menschen in Deutschland“, machte der Reha-Experte die Dimension deutlich.

Pressemeldung - Spitzenverband ZNS fordert gerechte Bezahlung von Psychotherapie

(23. September 2014) Psychiatrische Gesprächsleistungen und die ambulante ärztliche Psychotherapie werden zu schlecht bezahlt. Das kritisiert der Spitzenverband ZNS (SPiZ) anlässlich eines Aktionstages am 25. September 2014. „Psychiater und psychotherapeutisch tätige Ärzte verdienen deutlich weniger als alle anderen Arztgruppen. Ihre Praxen erwirtschaften – bei gleichem Arbeitseinsatz – einen viel geringeren Ertrag als technik-intensive Praxen”, erläutert der Vorsitzende des Spitzenverband ZNS (SpiZ) Dr. Frank Bergmann. Außerdem seien die Honorare für Psychotherapie in den vergangenen fünf Jahren nur um insgesamt zwei Prozent gestiegen – was angesichts der Geldentwertung einem realen Einkommensverlust entspreche.

Aktionstag
Am 25. September protestieren Psychiater und Psychotherapeuten in Berlin im Rahmen eines Aktionstages gegen die Unterbezahlung der Psychotherapie. Das soll Politik und Öffentlichkeit

Pressemeldung - Demenzkranke brauchen eine strukturierte Versorgung

(18. September 2014) Eine gute Versorgung von Demenzkranken ist künftig nur zu leisten, wenn Kliniken, Fach- und Hausarztpraxen und Psychotherapeuten vor Ort eng zusammenarbeiten. Das betont der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) bei der Veröffentlichung einer neuen Studie zur regionalen Versorgung von Demenzkranken. Herausgeber der Studie sind das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) und der BVDN. „Eine bessere Vernetzung der Sektoren und die Definition von klinischen Behandlungspfaden wird für eine qualitativ hochwertige Versorgung immer wichtiger“, sagte der BVDN-Vorsitzende Dr. med. Frank Bergmann. Ein Ansatz dafür sei ein von neuropsychiatrischen Berufsverbänden und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung angestrebtes strukturiertes Versorgungsmodell für neurologische und psychische Erkrankungen.

Pressemeldung - Praxisfamulaturen

(18. September 2014) Die Jungen Neurologen bauen zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) und dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) ihr Praxisfamulaturen-Netzwerk für Medizinstudierende aus. Sie kooperieren dabei mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). „Neurologie in der niedergelassenen Praxis ist spannend, anspruchsvoll und vielseitig:

Pressemeldung - Sozialpsychiatrische Praxen: Erfolgsmodell erhalten

(2. September 2014) Etwa die Hälfte der kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen in Deutschland arbeitet als sozialpsychiatrische Praxis mit vom Arzt angestellten Pädagogen, Psychologen oder Sozialarbeitern. Der Berufsverband für Kinder- und Jugendlichen-Psychiatrie und -Psychotherapie (BKJPP) fordert eine angemessene Vergütung für solche Praxen, um diese erfolgreiche Versorgungsform aufrechterhalten zu können.

„Diese Praxen sind unverzichtbar für eine Behandlung nahe an der Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen. Sie ermöglichen sehr flexibel Hilfen für den Einzelfall und verringern die Wartezeiten auf eine Therapie deutlich. Vor allem Kinder mit schweren psychiatrischen Störungen benötigen eine berufsgruppenübergreifende Behandlung dringend“, so Dr. Gundolf Berg, Stellvertretender Vorsitzender des BKJPP und Stellvertretender Vorsitzender des Spitzenverbandes ZNS. Allerdings könnten Ärzte die umfassenden Praxisleistungen mit vielen Angestellten künftig nicht mehr finanzieren, wenn die pauschale Vergütung nicht angehoben werde.

Pressemeldung - Wartezeitendiskussion: Zwangsmaßnahmen schaffen keine neuen Behandlungskapazitäten

(21. Juli 2014) Intelligente versorgungspolitische Lösungen in der Diskussion um die Wartezeiten auf einen Facharzttermin hat der Spitzenverband ZNS (SPiZ) angemahnt. „Lange Wartezeiten resultieren aus einem Missverhältnis zwischen Patienten-Nachfrage und Versorgungskapazitäten in den Praxen. Sie sind Ausdruck einer gravierenden Unterversorgung“, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Neurologen eV (BDN), Dr. Uwe Meier. Zwangsmaßnahmen wie Termingarantien und neue Koordinierungsstellen könnten dieses Problem nicht lösen, weil sie keine neuen Behandlungskapazitäten schafften. „Stattdessen fordern wir eine bessere Vernetzung der Angebote im Rahmen von Integrierten-Versorgungs- oder Strukturverträgen und Finanzmittel für Weiterbildungsassistenten in den Praxen“, so Meier.

Pressemeldung - Strategien für flächendeckende ambulante Versorgung

(15. Juli 2014) Die neue Bedarfsplanung verbessert die flächendeckende fachärztliche Versorgung nicht. Sie reduziert im Gegenteil sogar die Zahl der Arztsitze. Auf diesen bislang zu wenig wahrgenommenen Hinweis im neuen Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen macht der Spitzenverband ZNS (SPiZ) aufmerksam. „Wir fordern daher mehr Weiterbildungsassistenten in den Praxen und eine bessere Vernetzung der Versorgungsangebote in den Regionen – stationär, rehabilitativ und ambulant – als wirksame Strategien für eine langfristige flächendeckende Versorgung“, sagte der SPiZ-Vorsitzende Dr. med. Frank Bergmann.

Pressemeldung - Integrierte Versorgung ausweiten!

(7. Juli 2014) Die Integrierte Versorgung (IV) von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) im Rheinland bewährt sich: Wer an dem Vertrag zwischen dem Berufsverband Deutscher Neurolo-gen (BDN) und der AOK Rheinland/Hamburg sowie acht weiteren Krankenkassen teil-nimmt, muss nur halb so oft ins Krankenhaus wie Patienten der Regelversorgung. Das zeigt eine Auswertung des IV-Vertrages, den Ärzte und Krankenkassen soeben verlängert haben.
„Weniger Klinikaufenthalte bedeuten für die Patienten eine deutlich höhere Lebensqualität und für die Kassen weniger Kosten“, kommentiert der BDN-Vorsitzende Dr. Uwe Meier die Ergebnisse der Evaluation. „Nun ist es an der Zeit, dieses erfolgreiche IV-Projekt auf andere Krankenkassen und weitere Krankheiten auszuweiten“, so seine Forderung.

Pressemeldung - Facharztweiterbildung in Praxen fördern

(26. Mai 2014) Die Facharztweiterbildung in Praxen zu fördern, verlangt der Spitzenverband ZNS
(SPiZ). „Nur mit fachärztlicher Weiterbildung auch im ambulanten Bereich lassen sich
Versorgungsengpässe in Neurologie und Psychiatrie längerfristig vermeiden“, sagte der
erste Vorsitzende des Verbandes, Dr. Frank Bergmann.

Lücken in der ambulanten Versorgung nervenärztlicher Patienten absehbar
Bis zum Jahr 2020 werden im Bereich der Nervenheilkunde gravierende
Versorgungslücken klaffen. Das belegt eine Studie der Bundesärztekammer (1). Ein
Grund dafür ist der demografische Wandel, der die Fallzahlen in Neurologie und
Psychiatrie ansteigen lässt.

Pressemeldung – Ärzte brauchen mehr Zeit für Beratung

(10. April 2014) Begleitsymptome neurologischer und psychiatrischer Patienten werden häufig unterschätzt. Ein Beispiel dafür ist die Fatigue, also eine besondere Erschöpfbarkeit, die im Zusammenhang mit verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen auftreten kann. Die Fatigue war deswegen Hauptthema des diesjährigen Neurologen- und Psychiatertages (NUP-Tag) am 5. April in Köln.
Die Fatigue ist ein anhaltendes Erschöpfungsgefühl mit Tagesmüdigkeit, das sich durch Ruhe- und Erholung nur unwesentlich bessert. Charakteristisch ist, dass die Patienten bereits nach geringfügigen Anstrengungen unverhältnismäßig erschöpft sind.

Pressemeldung – Depressionsbehandlung: SPiZ fordert Vernetzung

(20. März 2014) Bei der Betreuung von Patienten mit Depressionen müssen alle Akteure vor Ort enger zusammenarbeiten und ein gemeinsames Netz für die Patienten schaffen. Das fordert der Spitzenverband ZNS (SPiZ) als Reaktion auf die Studie der Bertelsmann Stiftung zur Versorgung von Patienten mit schweren Depressionen. Laut dem neuen „Faktencheck Gesundheit“ der Stiftung erhalten drei von vier Patienten mit schweren Depressionen keine leitliniengerechte Therapie. „Wir müssen Versorgung viel stärker regional organisieren:

Pressemeldung BVDN, BVDP und DGPPN – Wartezeiten Facharzttermin, Eckpunktepapier

(11. März 2014) Wartezeiten auf einen Behandlungstermin beim Facharzt können für Patienten – gerade bei akuten psychischen und neurologischen Erkrankungen – schwerwiegende Folgen haben. In vielen Fällen
muss die Abklärung deshalb sogar noch viel rascher erfolgen als in der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vier‐Wochen‐Frist. BVDN, BVDP und DGPPN haben Konzepte für eine zeitnahe,adäquate fachärztliche Behandlung entwickelt, die sie in einem neuen Eckpunktepapier vorstellen.

Pressemeldung – Demenz: Pflegende Angehörige brauchen fachärztliche Beratung

(20. Februar 2014) Die Beratung pflegender Angehöriger von Demenzpatienten ist eine fachärztliche Aufgabe. Deshalb fordert der Spitzenverband ZNS (SPiZ) eine angemessene Berücksichtigung von Gesprächs- und Beratungsleistungen für diese pflegeintensive Erkrankung. „Typischerweise sind pflegende Angehörige von Demenzpatienten sehr belastet und haben einen besonders hohen Informationsbedarf. Plötzliche Verschlechterungen wie akute Unruhe, Weglauftendenz zum Beispiel in der Nacht oder aggressive Verhaltensweisen erfordern wiederholte zum Teil kurzfristige Beratungen, hier kommen schnell insgesamt einige Stunden zusammen“, erläutert der Vorsitzende des SPiZ, Dr. Frank Bergmann.

Pressemeldung – Psychische Gesundheit für Lebenszufriedenheit am wichtigsten

(29. Januar 2014) Die psychische Gesundheit ist der Faktor mit dem größten Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Es folgen körperliche Gesundheit, Einkommen und Arbeitslosigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe um den Ökonomen Richard Layard vom Centre for Economic Performance der London School of Economics and Political Science.
Psychische Erkrankungen sind den Wissenschaftlern zufolge die Ursache von bis zu 20 Prozent der Erwerbsunfähigkeit. In Behandlung befinde sich aber auch in reichen Ländern nur weniger als ein Drittel der Betroffenen. „Eine kosteneffektive Behandlung von Depressionen und Angststörungen ist heute möglich - mit Heilungsraten von mindestens 50 Prozent“, so Layard. Dennoch gebe kaum eine Regierung mehr als 15 Prozent ihres Gesundheitsetats für die Behandlung seelischer Erkrankungen aus.
„Die Prioritäten bei der Mittelverteilung innerhalb des Gesundheitswesens müssen überarbeitet werden. Wir müssen die Versorgung und Erforschung von psychischen Erkrankungen verbessern“, fordert deshalb der Vorsitzende des Spitzenverbandes ZNS (SPiZ), Dr. Frank Bergmann.

Pressemeldung – Die unbekannte Krankheit: Kinder und Jugendliche mit MS

(30. Januar 2014) Wenige spezialisierte Ärzte, kaum zugelassene Medikamente, Stigmatisierung im Alltag und Betreuungsprobleme in den Familien: Auf die besonderen Probleme von Familien mit an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Kindern haben der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) im Spitzenverband ZNS (SPiZ), das Kinder-MS-Forum und die Hertie-Stiftung hingewiesen.

„In Familien, bei denen ein Kind an MS erkrankt, muss ein Elternteil normalerweise den Beruf aufgeben. Keiner erwartet diese Erkrankung bei Kindern oder Jugendlichen, das Leben der Familien bricht meist völlig zusammen!“ Das berichtet Silke Groll, Gründerin und Betreiberin des Kinder-MS-Forums, bei der Verleihung des Hertie-Preises für Engagement und Selbsthilfe Mitte Januar in Grevenbroich.

Pressemeldung – Früherkennung durch Vernetzung mit Hausärzten verbessern

(27. November 2013) Früh erkannt lassen sich Depressionen und ein drohendes Burnout sehr gut
behandeln. Auch vorbeugende Maßnahmen sind möglich, wenn Lebensumstände
oder Arbeitsumfeld auf ein erhöhtes Krankheitsrisiko hindeuten. Dafür ist es
notwendig, dass Psychiater, Neurologen und Nervenärzte mit Hausärzten eng
zusammenarbeiten. Auch bei der Früherkennung von Demenzen ist diese
Kooperation entscheidend. Darauf hat der Spitzenverband ZNS (SPIZ) hingewiesen.

Stellungnahme des Spitzenverbandes ZNS (SpiZ) zur geplanten Einführung einer Vier-Wochen-Frist, innerhalb derer Patienten ein Facharzttermin erhalten sollen

(11. November 2013) Vier-Wochen-Frist keine Lösung bei Wartezeitenproblematik – Konzepte für eine zeitnahe Akutversorgung liegen vor

Neurologische und psychiatrische Erkrankungen erfordern oft eine sehr viel schnellere Abklärung. Dann ist eine Wartezeit von vier Wochen unzumutbar beziehungsweise sogar gefährlich. Patienten zum Beispiel mit schwerer depressiver Symptomatik oder akuten neurologischen Ausfällen wie Lähmungen oder Sprachstörungen müssen umgehend behandelt werden, hier geht es unter Umständen um Leben und Tod.

Pressemeldung - Neurologen und Psychiater fordern angemessene Honorierung

(15. Oktober 2013) „Die ambulante ärztliche Versorgung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen wird zu schlecht bezahlt.“ Das erklärte der Vorsitzende des ZNS-Spitzenverbandes, Dr. Frank Bergmann, nach der Vorstellung des neuen Honorarberichtes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für das dritte Quartal 2012.

Pressemeldung - Neuer Spitzenverband ZNS will die Versorgung von Patienten mit seelischen und neurologischen Erkrankungen verbessern

(4. Oktober 2013) 1,4 Millionen Demenzkranke heute, im Jahr 2030 voraussichtlich mindestens 2,2 Millionen Demenzpatienten (1) – rund vier Millionen Patienten mit einer behandlungsbedürftigen Depression (2) – immer mehr vorzeitige Berentungen aufgrund psychischer Erkrankungen, in NRW um plus 70 Prozent in zehn Jahren (3): Dies sind nur einige Zahlen, die verdeutlichen, welche Herausforderungen durch psychiatrische und neurologische Erkrankungen auf das Gesundheitswesen zukommen. Antworten auf diese Herausforderungen finden und durchsetzen soll der neugegründete Spitzenverband ZNS. „Wir müssen die Versorgungsstrukturen vor Ort deutlich verändern, um unseren Patienten schnell und effektiv zu helfen“, betont der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) und Sprecher des ZNS-Spitzenverbandes, Dr. Frank Bergmann.

Pressemeldung - Enorme Fallzahlsteigerung bei neurologischen Erkrankungen: Neue Versorgungs- und Vergütungsstrukturen notwendig

(20. September 2013, Dresden) Die Neurologen in Deutschland versorgen immer mehr Patienten: Innerhalb von zehn Jahren ist die Fallzahl in den neurologischen Abteilungen der Akutkrankenhäuser inklusive Universitätskliniken um rund 67 Prozent und in den Praxen um etwa 22 Prozent gestiegen. Das berichtet der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) auf der Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Grafik 1).

Pressemeldung - Zum Welt-Suizid-Präventionstag: Depressionspatienten benötigen schnelle professionelle Hilfe

(9. September 2013) Kürzere Wartezeiten für Menschen mit Depressionen für einen Termin beim Arzt oder Psychotherapeuten fordert der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstages am 10. September. „Je nach Region warten die Betroffenen zum Teil mehrere Wochen auf einen entsprechenden Termin“, kritisierte der Vorsitzende des BVDN, Dr. Frank Bergmann. Er betonte, die beste Möglichkeit, Suizide zu verhindern, sei Menschen mit Depressionen schnell und gut zu betreuen. „Depressionen sind gut behandelbar, wenn sie frühzeitig erkannt werden“, so Bergmann.

Pressemeldung – Einzelvergütung von Gesprächsleistungen dringend notwendig

(20. Juni 2013) Die Nervenärzte, Psychiater und Neurologen in Deutschland haben die neue „Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung“ (PFG) begrüßt. „Allerdings ist die echte Einzelleistungsvergütung von Gesprächs- und Betreuungsleistungen auf Dauer unabdingbar, um die ambulante Versorgung psychiatrischer Patienten zu gewährleisten“, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN), Dr. Frank Bergmann, Mitte Juni in Berlin.

Statement zu DSM V: Auswirkung auf die ambulante Versorgung

(13. Juni 2013) Die niedergelassenen Nervenärzte und Psychiater kodieren ihre Diagnosen nicht nach DSM, sondern nach der „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“ (ICD) in der Version 10. Dennoch erwarten der Berufsverband Deutscher Nervenärzte BVDN und der Berufsverband Deutscher Psychiater BVDP, dass sich das neue DSM-V auch auf die Arbeit in den Praxen auswirkt: „Es gibt augenscheinlich den Trend, Beeinträchtigungen, Belastungen und Krisen immer häufiger mit medizinischen Mitteln lösen zu wollen“, sagt der BVDN-Vorsitzende Dr. Frank Bergmann.

Pressemeldung – Neurologen- und Psychiatertag 2013: Zeit heilt nicht alle Wunden

(12. April 2013) Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist keine isolierte innerpsychische Reaktion auf besonders belastende Erlebnisse, sondern eng mit anderen körperlichen Funktionen verwoben. Sie beeinträchtigt das Immunsystem, verändert den Hormonhaushalt und beeinflusst die Zellalterung. Darauf haben der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) und der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) hingewiesen.

Pressemeldung – Aktionstag Praxis ohne Mitarbeiter

(14. September 2012)

Sehr geehrte Vertreter der Presse,

am Mittwoch, den 19.09.2012, werden viele Arztpraxen in (Ort einfügen) mit nur einem Mitarbeiter besetzt sein, nämlich der Ärztin oder dem Arzt. Die medizinischen Fachangestellten (MFA) sind nicht in der Praxis – sie protestieren stattdessen vor der Filiale der Krankenkasse (Zweigstelle einfügen) und demonstrieren damit, dass eine funktionierende Praxis nur im Team funktioniert. Denn bei der aktuellen Diskussion um die Vergütung der Ärzte, sind auch 560.000 medizinische Fachangestellte betroffen.

Arzneimittelreport: Alte Vorurteile gegen psychisch Kranke

(12. Juli 2012) Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), der Berufsverband für Nervenärzte (BVDN) und der Berufsverband für Psychiater (BVDP) wenden sich gegen die unwissenschaftlichen Schlussfolgerungen über die Verschreibung von Psychopharmaka sowie die erneute Stigmatisierung psychisch Kranker im aktuellen Barmer-Arzneimittelreport.

Pressemeldung – Gesundheit am Arbeitsplatz: Neurologen, Nervenärzte und Psychiater beraten Firmen

Bergmann NUP2012(16. April 2012, Berlin) Auf die Notwendigkeit von Vorsorgekonzepten für neurologische und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz wies der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN), Dr. med. Frank Bergmann, in seinem Eingangsreferat hin. Diese Notwendigkeit zeigt sich zum einen darin, dass Erkrankungen des Gehirns immer mehr Krankschreibungen verursachen – die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen haben sich in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt. Ihre Zahl wächst weiter und lag 2011 bei 13,4 Prozent aller Fehltage (1). Gleichzeitig wird in Deutschland in den kommenden Jahren die Zahl der Erwerbsfähigen sinken und das Durchschnittsalter der Belegschaften steigen. „Es wird für Betriebe daher immer wichtiger, in den Schutz vor psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz zu investieren“, so Bergmann. Dabei gehe es um die sogenannte Primärprävention – das Verhindern von Krankheiten – und um die Wiedereingliederung von Patienten mit neurologischen und/oder psychiatrischen Erkrankungen in das Arbeitsleben.

Pressemeldung – Ambulante neuropsychologische Diagnostik und Therapie: Was jetzt zu tun ist

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(15. Dezember 2011) Die ambulante neuropsychologische Diagnostik und Therapie wird Kassenleistung: Diese Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) begrüßen Neurologen, Nervenärzte und Psychiater in Deutschland. „Es geht um die Versorgung von bis zu 60.000 Patienten, die an den Folgen eines Schlaganfalls, eines Schädelhirntraumas oder sonstiger neurologischer Erkrankungen leiden. Bisher wurden sie nach der stationären Akutbehandlung und der Neurorehabilitation nicht ausreichend ambulant versorgt“, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN), Dr. Frank Bergmann. Das soll sich nun ändern.

Pressemeldung – Hirnerkrankungen größte Herausforderung des Gesundheitssystems. Werkstattgespräch mit Daniel Bahr in Aachen

Bahr Bergmann2 web(17. November 2011) „Die Politik hat die Zunahme der Demenzerkrankungen und die Herausforderungen für das Gesundheitswesen lange völlig unterschätzt.“ Das sagte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am 16. November bei einem Werkstattgespräch mit dem Vorsitzenden des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) und Vorsitzenden der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Dr. Frank Bergmann, in Aachen. Er betonte, die angekündigte Pflegereform solle im Sommer 2012 in Kraft treten und vor allem Familien entlasten, die Demenzkranke betreuen. Dafür stünden dann rund 1,1 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung. Gleichzeitig werde eine Expertenkommission einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erarbeiten. Die Umstellung auf dann möglicherweise fünf Pflegestufen statt bislang drei werde aber mindestens zwei bis drei Jahre brauchen. „Das wird dann auch mehr kosten als bisher“, sagte der Minister.

Pressemeldung – AOK-Kritik an ambulanten fachärztlichen Leistungen unhaltbar – konstruktive Lösungen für Versorgungsprobleme dringend erforderlich

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(7. September 2011) BVDN, BDN, BVDP und DGPPN weisen die Vorwürfe des designierten AOK-Bundesverbandsvorsitzenden Jürgen Graalmann „Niedergelassene Ärzte arbeiten zu wenig“ (2.9.2011) entschieden zurück. Die Fachgruppe der Nervenärzte, Neurologen und Psychiater stellt mit einem hohen persönlichen Aufwand und hoher Leistungsbereitschaft die neurologische und psychiatrische Versorgung sicher. Bei kontinuierlich steigenden Fallzahlen ist auch die Arbeitszeit von Nervenärzten, Neurologen und Psychiatern in den vergangenen Jahren überproportional angestiegen.

Pressemeldung – Depressionen sollten zunächst vom niedergelassenen Psychiater behandelt werden

(27. Juli 2011, Andernach) Menschen, die unter Depressionen oder anderen stimmungsbeeinflussenden Störungen leiden, sollten zunächst einen niedergelassenen Psychiater oder Nervenarzt aufsuchen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) angesichts des jüngsten Reports der größten Krankenkasse Barmer GEK hin, in dem von einer stark steigenden Zahl von Klinikeinweisungen wegen Depressionen und anderer psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren berichtet wird. „Der niedergelassene Facharzt kann dann entscheiden, ob eine ambulante Behandlung oder die Einweisung in eine Klinik notwendig ist“, erläutert die BVDP-Vorsitzende Dr. Christa Roth-Sackenheim. „Der Patient sollte nur in wirklich schweren Fällen, beispielsweise bei Gefahr eines Suizids, direkt in eine Klinikambulanz gehen, die ihn gegebenenfalls dann stationär aufnimmt.“

Pressemeldung zum Referentenentwurf des Gesetzes zur Verbesserung der Versorgungsstruktur in der gesetzlichen Krankenversicherung: Keine Besserung für Versorgung neurologisch und seelisch kranker Menschen in Sicht

Bundesarbeitsgemeinschaft(20. Juni 2011) Der aktuell vorgelegte Referentenentwurf im KVV Versorgungsgesetzes geht auf wesentliche Versorgungsdefizite von Patienten mit Erkrankungen des ZNS nicht ein. Neurologische und psychiatrische Patienten aller Altersklassen benötigen dringend eine bessere ambulante Versorgung. „Lange Wartezeiten auf Behandlungstermine, insbesondere in außerstädtischen Regionen sind u. a. Folge einer seit Jahren verfehlten Bedarfsplanung sowie das Ergebnis von Fehlsteuerungen und falschen Anreizen in der aktuellen ambulanten neurologischen und psychiatrischen Versorgungsstruktur“, erklärt Dr. Frank Bergmann, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Neurologie und seelische Gesundheit. „Die Zunahme psychiatrischer Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen, weiter zunehmende psychische Belastungen und psychosomatische Beschwerden am Arbeitsplatz  sowie der steigende neurologische und psychiatrische Behandlungsbedarf aufgrund der demographischen Veränderungen erfahren im neuen Versorgungsgesetz keine ausreichende Berücksichtigung“, kritisiert der niedergelassene Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie aus Aachen.

Pressemeldung – Spannend wie ein Krimi: einen Monat lang Neurologie intensiv

Wissenschaftsjahr(12. April 2011) Ab dem heutigen Montag steht das Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit – einen Monat lang ganz im Zeichen neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. Partner dieser Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sind die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Jungen Neurologen. Diese Gruppe junger engagierter Mediziner kümmert sich neben Ausbildungsfragen insbesondere um die  Nachwuchsarbeit in der Neurologie. Als Unterstützer der Initiative bringen die Jungneurologen ihr medizinisches Fach mit Informationstexten, Filmen und Experten vor allem jungen Menschen näher.

Pressemitteilung – Ambulanter Versorgung von psychisch kranken Menschen fehlen finanzielle Mittel

(22. Februar 2011) Der aktuell von der DAK vorgelegte Gesundheitsreport 2011 weist aus, dass die Zahl psychischer Erkrankungen bei Arbeitnehmern in Deutschland im Jahr 2010 so stark angestiegen ist wie noch nie. Es gab im Jahr 2010 13,5 Prozent mehr Krankheitstage wegen psychischer Leiden im Vergleich zum Vorjahr. Depressionen, und andere psychische Erkrankungen machten 1/8 des gesamten Krankenstandes aus. Damit spielen diese Diagnosen eine fast doppelt so große Rolle wie noch 1998. Insgesamt blieb der Krankenstand mit 3,4 Prozent im Wirtschaftsaufschwung unverändert. Auch bei jungen Arbeitnehmern sind psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch, jeder 10. Arbeitnehmer zwischen 15 und 29 Jahren hat Schmerzen oder andere körperliche Probleme ohne organische Ursache, oft begleitet von Depressionen. Knapp 6 Prozent haben Anpassungsstörungen, also Probleme, mit wichtigen Lebensveränderungen umzugehen.

Kommentar zum DAK-Gesundheitsreport 2011

(2. Februar 2011) Die im DAK-Gesundheitsreport 2011 als "alarmierend" bezeichneten Zuwächse bei psychischen Erkrankungen sind nicht überraschend. Sie bestätigen das Anhalten eines Trends, der schon in früheren Gesundheitsberichten aufgezeigt wurde.

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