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Kammer Westfalen-Lippe benennt Demenzbeauftragte
20. Dezember 2012

Münster – Stärker im Bereich der Demenzversorgung engagieren will sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe. Dazu hat sie mit Stefanie Oberfeld, mehr...



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Presse

Stellungnahme der DGPPN zur Studie „Sexsucht – eine psychometrische Erhebung“

25. November 2005

Um das Störungsbild des exzessiven sexuellen Verhaltens näher charakterisieren zu können, führte die Interdisziplinäre Suchtforschungsgruppe Berlin (ISFB) unter der Leitung von Dr. Sabine M. Grüsser-Sinopoli an der Berliner Charité eine Studie mit insgesamt 80 sexsüchtigen Personen durch. In diesem Rahmen sollten die Betroffenen, allesamt Teilnehmer einschlägiger Selbsthilfegruppen, ihren Leidensdruck beschreiben. Teil dieser Untersuchung war ebenfalls ein Vergleich mit 80 gesunden Kontrollprobanden. Ziel dieser klinischen Stichprobe war es u.a., die Kriterien abhängigen Verhaltens in Anlehnung an die internationalen Klassifikationsschemata Psychischer Störungen (ICD-10) zu erheben. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigen die Ergebnisse, dass sich die Kriterien einer Ab-hängigkeit erfüllen: unwiderstehliches Verlangen, Kontrollverlust, Ausdehnung des Verhaltens, Entzugserscheinungen, Vernachlässigung sozialer Interessen und Aktivitäten sowie die Fortführung des Verhaltens trotz negativer Folgen.

Die Daten dieser Studie wurden am letzten Freitag, den 1. Juli 2005, erstmals in München beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin vorgestellt. Die Zeitschrift „Focus“ griff die Ergebnisse der Studie auf und berichtete wahrheitsgemäß in der Ausgabe von Montag, 4. Juli 2005, darüber. Im Zuge der Recherche zu diesem Beitrag befragte „Focus“ auch den auf Sexsucht spezialisierten Psychotherapeuten Kornelius Roth aus Bad Herrenalb. Dieser gab eine Schätzung von 500.000 Sexsüchtigen in Deutschland ab. Allerdings sind weder der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) als medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaft noch der Studienleiterin Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, die von einer Prävalenzrate in Höhe von 500.000 Betroffenen in Deutschland sprechen. Diese oder ähnliche Aussagen sind ausschließlich als private Meinungsäußerungen von Herrn Roth zu bewerten und werden weder von der DGPPN noch von der Studienleiterin geteilt.


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