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Psychische Störungen werden immer teurer
15. August 2010
Wiesbaden - Psychische Erkrankungen wie Demenz und Depressionen gehören zu den größten Kostentreibern im Gesundheitssystem. Laut Statistischem Bundesamt mehr...


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Gemeinsame Sprechstunden von Universitätsmedizinern und Niedergelassenen
4. März 2010

Im Rahmen des  „Düsseldorfer klinisch-ambulanten Kooperationsprojekt“ besuchen Oberärzte des Zentrums für Bewegungsstörungen und Neuromodulation der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Praxen im Umland. Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten behandeln die Universitätsmediziner hier Patienten mit Parkinson und anderen neurologischen Bewegungsstörungen. „Wir freuen uns über die Möglichkeit, gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen effektiv und unmittelbar über das Behandlungsspektrum von Bewegungsstörungen zu sprechen und dabei für den Patienten die gewohnte Atmosphäre der jeweiligen Praxis zu wahren“, sagt Martin Südmeyer, Oberarzt der Neurologischen Klinik.

Südmeyer hat das Modellprojekt konzipiert. Die Unternehmen Teva & Lundbeck und die Deutsche Parkinsonvereinigung (dPV) unterstützen es. Die Patienten profitieren von der gemeinsamen Expertise des Vertragsarztes und des Oberarztes eines Zentrums, das sich auf neurologische Bewegungsstörungen spezialisiert hat.

„Besonders bei Patienten mit sehr seltenen Bewegungsstörungen oder bei solchen, die eine spezielle, intensivierte Therapie benötigen, können wir Impulse für die Behandlung geben“, so Südmeyer. Gleichzeitig verbessere sich die Kommunikation mit den Praxen und die Klinik lerne die Bedingungen in der ambulanten Medizin besser einzuschätzen.

Bislang haben die Klinikärzte zusammen mit sechs Praxen im Umland 220 Fälle besprochen und gemeinsam behandelt. Dabei ergab sich in 148 eine Optimierung der medikamentösen Therapie, in 36 Fällen eine stationäre Behandlung, in 18 Fällen eine Abklärung einer tiefen Hirnstimulation und in 16 Fällen eine Parkinson-Videotherapie.

Parallel evaluierten die Mitarbeiter die Zufriedenheit der Patienten. Auf einer Skala von eins (sehr positiv) bis zehn (sehr negativ) vergaben die Patienten die Durchschnittsnote 1,4. „Wir haben erwartet, dass die Resonanz gut ist, aber nicht, dass sie so positiv ausfallen würde“, freut sich Südmeyer.

Das Projekt hat im April 2009 begonnen, die Pilotphase läuft bis April 2010. Wegen der äußersten positiven Rückmeldungen der Patienten und der neurologischen Praxen werden es die Beteiligten danach fortführen und weitere Schwerpunktpraxen im Rheinland einbeziehen.

„Der regelmäßige Austausch zwischen niedergelassenen Kollegen und dem Universitätsklinikum und die gemeinsame Patientenbetreuung ist ein Zukunftsmodell, das sich auch auf andere medizinische Disziplinen und Krankheitsfelder übertragen lässt“, ist Südmeyer überzeugt.

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